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Die Holic-Gruppe
Was lehrt die Gruppe?

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Allgemeine Einschätzung   -   Das Gottesbild   -   Das Weltbild   -   Das Gemeindebild
Der Umgang mit der Bibel   -   Das Verhältnis zu anderen christlichen Gemeinden

SeitenanfangAllgemeine Einschätzung

Es ist schwierig, ein positives Ziel bzw. eine Lehre festzustellen. Sie leben vor allem aus einer Anti-Haltung gegen andere Christen und die Kirchen, denen sie vorwerfen, nicht mehr nach der Bibel zu leben. Die eigene Identifikation wird also sehr stark durch das aufgebaute Feindbild der sündigen Welt und Kirche bestimmt. Die Gegnerschaft dazu bzw. das bewusste Absetzen davon macht einen Großteil ihrer Zielsetzung aus. Positive eigene Entwürfe sind kaum bekannt. Ihr Lebensgefühl wird beherrscht vom Gedanken der besonderen Reinheit und der vollkommensten Christusnachfolge, die gegenüber einer "laschen Umwelt" nur in ihrer Gruppe verwirklicht sei. Sie möchten vollkommen und ganz für Gott leben, die Bibel radikal und absolut verstehen. Von daher scheint ihr eigentliches Interesse mehr an der praktischen Lebensführung als an theologischen Diskussionen zu liegen. Die Besonderheit des Lehrgebäudes der Gruppe tritt vor allem bei den Themen Moral, Lebensstil und Gemeindeordnung/Zusammenleben der Christen hervor. Bei anderen Themen werden eher die Meinungen der allgemeinen Theologie in den großen Kirchen wiedergegeben (so z. B. bei der Exegese der Schöpfungserzählungen, Gnadenlehre, Prädestination, Eschatologie, Realpräsenz Christi im Abendmahl, Trinitätslehre...). Allgemein muss man aber sagen, dass die theologische Beschäftigung innerhalb der Gruppe auf einem recht hohen Niveau geschieht.

SeitenanfangDas Gottesbild

Das Gottesbild ist - ähnlich wie bei den Zeugen Jehovas - sehr gesetzlich geprägt. Es besteht eine Furcht, nur keine Sünde zu begehen, um Gott nicht zu verärgern. Als Sünde werden schon Belanglosigkeiten betrachtet (wie z. B. die Antwort eines anderen falsch zu deuten). Zweifel gelten als schwere Sünde: "Zweifeln ist gemeines Hinterfragen Gottes." Positiv kann man anmerken, dass sie Gott mit großer Ehrfurcht begegnen. Er erscheint allerdings eher als strenger Richter, bei dem es keine billige Gnade gibt, denn als liebender Vater. Überhaupt scheint der Gedanke der Gnade in ihrem Gottesbild eher zu kurz zu kommen. Gerettet werden kann man nur, wenn man sein Leben ganz an Jesus übergibt (d.h. auch seine Hobbys aufgibt). Im Prinzip steckt dahinter ähnlich wie bei den Zeugen Jehovas eine Art Werkgerechtigkeit (auch wenn man verbal die Rechtfertigung aus Gnade vertritt): Man muss sich den Platz im Himmel durch einen konsequent biblischen Lebensstil und ganzen Einsatz erarbeiten - wobei die Praxis der Gruppe vorgibt, was ein der Bibel gemäßer Lebensstil sei. Die entsprechenden Stellen des Jakobusbriefs (besonders Jak 2,14-26) haben deshalb bei ihnen große Bedeutung. Der Gedanke der Gnade und des stellvertretenden Sühneopfers Jesu am Kreuz wird teilweise ausdrücklich abgelehnt: "Wie kann Gott durch den Mord an einem Menschen Sünden vergeben!" (So wörtliche Rede eines Holic-Mitglieds). Zentraler Gedanke ist für sie nicht der Tod Jesu am Kreuz, sondern sein Leben im Gehorsam gegenüber Gottes Geboten. Wenn in der Bibel davon die Rede ist, dass wir durch Jesu Blut gerettet sind, so deuten sie es folgendermaßen: Blut war im Judentum gleichbedeutend mit dem Leben. Also sei gemeint: Wir sind durch das Leben(svorbild) Jesu gerettet. Sein Tod am Kreuz hat eigentlich keine Bedeutung, es sei denn als Konsequenz seines Gehorsams.

Der Heilige Geist scheint von ihnen auch eher einengend verstanden zu werden. Eine ehemalige Anhängerin schildert es folgendermaßen: "Ich hatte den Eindruck, dass der Geist einem vorausläuft und in eine bestimmte Richtung prügelt. Vom Befreienden des Geistes habe ich nichts gespürt, er macht einen bei ihnen eher gefangen."

SeitenanfangDas Weltbild

Die sie umgebende Welt wird als widergöttlich und der Sünde verfallen gesehen. Dieses düstere Weltbild bildet die schwarze Folie, vor der das eigene Konzept um so heller strahlen soll. Sie fühlen sich im Wortsinn als die aus dieser Welt "Herausgerufenen" (von ekklesia (griech. für Kirche), das von ekkaleo (= herausrufen) abgeleitet ist). Die negativen Erscheinungen in der Welt seien ihrer Meinung nach durch die Sünde verursacht. Mitunter werden sogar körperliche oder geistige Behinderungen als Strafe Gottes ausgelegt.

Durch die ausgesprochen negative Sicht der Welt um sie herum ist eine positive Rede, d.h. ein Lob für etwas außerhalb ihrer Gruppe, für sie sehr schwer. Andererseits ist für sie eine kritische Betrachtung der eigenen Lehre und Forderungen ebenso nicht leicht.

Im Einzelfall ist auch eine "Re-definition" von Begriffen bekannt, die eine geänderte Sicht von Werten unserer zwischenmenschlichen Kultur vermitteln. Auf den Vorwurf, dass ihr Verhalten den Eltern gegenüber doch unmenschlich sei, reagierte eine Jugendliche z. B. durchaus positiv. "Menschlich" heiße doch nicht-göttlich, also minderwertig, weshalb sie "unmenschlich" nicht als Kritik empfinde. Auch Begriffe wie "Toleranz" und "Geduld" werden von der Gruppe eher negativ gesehen: Toleranz heisst Lauheit, während Christentum Entschiedenheit bedeute. Dazu wird meist Offb 3, 15-16 zitiert: "Ich kenne deine Werke. Du bist weder kalt noch heiß. Wärest du doch kalt oder heiß! Weil du aber lau bist, weder heiß noch kalt, will ich dich aus meinem Mund ausspeien." Ein Christ müsse intolerant sein. Ebenso bedeute Geduld, einen anderen Menschen die Entscheidung hinausschieben zu lassen bzw. Nachsicht gegenüber seinen Verfehlungen zu haben, was für einen Christen auch unmöglich sei.

Eine Naherwartung des baldigen Weltendes scheint es entgegen früheren Vermutungen in der Gruppe derzeit nicht zu geben, auch wenn die Aussagen einzelner Mitglieder darauf hinzudeuten schienen. Allgemein ist es für sie aber derzeit wohl kein Thema, mit dem es sich zu befassen lohnt.

SeitenanfangDas Gemeindebild

Ein Markenzeichen der Gruppe ist die Betonung der Gemeinde, der Gemeinschaft. Nach ihrer Meinung gibt es in der Bibel bestimmte Kriterien, welche die wahre Gemeinde Jesu auszeichnen würden:

Den christlichen Kirchen werfen sie das Fehlen dieser Kriterien als Fehlhaltungen vor. Auch würde man bei ihnen durch eine reine Formhandlung (Säuglingstaufe ohne eigene Glaubensentscheidung) Mitglied und könne es durch ebensolche Formhandlungen (z. B. Kirchensteuer) bleiben, ohne dass das persönliche Leben vom Glauben geprägt wird. Einzelne positive Züge werden bei Andersgläubigen schon gesehen, allerdings sofort relativiert, da diese ja doch auf falschem Grund ständen und nicht den Geist Gottes haben könnten. Deshalb ist für sie auch ein gemeinsames Gebet mit Christen außerhalb ihrer Gruppe nicht möglich.

Sich selbst sehen sie als die Elitegemeinschaft der einzig wahren Christen an, die wirklich nach der Bibel leben. Deshalb erscheint ihre Haltung anderen Menschen gegenüber recht überheblich und verachtend. In Gesprächen mit ihnen spürt man immer wieder, wie sie aus einer Position der Überlegenheit heraus sprechen. Die anderen gelten als schwache, dem Materiellen verhaftete Menschen, die es nicht schaffen, sich auf das hohe sittliche und religiöse Niveau der Holic-Gruppe zu erheben.

Ob man selbst ein wahrer Christ sei, zeige sich erst an der Begegnung mit ihnen und der Stellung, die man zu ihnen einnimmt. Menschen, die noch keinen Kontakt mit ihrer Gruppe hatten, könnten durchaus wahre Christen sein. Nach dem ersten Kontakt mit ihnen müssten sie ihrer Meinung nach aber sofort mitziehen. Geschieht dies nicht, hätten sie sich auch als Verworfene und Scheinchristen entpuppt.

Eine Grundlage ihres Gemeindebildes bildet Apg 2, 42-46: "Sie hielten an der Lehre der Apostel fest und an der Gemeinschaft, am Brechen des Brotes und an den Gebeten. ... Und alle, die gläubig geworden waren, bildeten eine Gemeinschaft und hatten alles gemeinsam. Sie verkauften Hab und Gut und gaben davon allen, jedem so viel, wie er nötig hatte. Tag für Tag verharrten sie einmütig im Tempel, brachen in ihren Häusern das Brot und hielten miteinander Mahl in Freude und Einfalt des Herzens." Vers 47 ("Sie lobten Gott und waren beim ganzen Volk beliebt. Und der Herr fügte täglich ihrer Gemeinschaft die hinzu, die gerettet werden sollten.") wird allerdings meist weggelassen. Hier wie auch in Apg 4, 32-35, den Paulusbriefen und Mt 10 (Aussendung der Jünger zur Mission) findet die Gruppe vieles vom eigenen Selbstverständnis wieder: die Gütergemeinschaft, die täglichen Treffen (sofern man nicht sowieso schon gemeinsam lebt) und den starken Missionseifer. Ebenso sind die Stellen der entschiedenen Jüngernachfolge (alles andere verlassen) sehr beliebt und werden besonders gern mit Neugeworbenen besprochen.

Andere, in der Bibel ebenso vorhandene Gemeindemodelle, die aber nicht in ihr Schema passen, werden nicht beachtet oder als zeitbedingt bzw. minderwertig abgelehnt.

Von den Mitgliedern wird ein moralisch reiner Lebenswandel verlangt (siehe im Abschnitt "Lebensweise"), denn so, wie der einzelne lebt, präge er das Bild der Gemeinde. Deshalb dürfe es keine Sünder in der Gemeinde geben, denn dadurch würde das Gemeindebild entstellt. Und da die Lebensform Teil der Verkündigung sei (nämlich die praktische Umsetzung des Evangeliums), würde so ein falsches Evangelium verkündet werden.

SeitenanfangDer Umgang mit der Bibel

Die Bibel (besonders das Neue Testament) spielt bei ihnen eine große Rolle. Wenn man ein eigenes Ziel ausmachen kann, dann das Bestreben, möglichst genau nach dem zu leben, was sie als Lehre der Bibel verstehen. Die Bibel gilt ihnen als Wort Gottes, das zwar nicht verbal inspiriert ist (so als ob Gott jedes Wort genau diktiert hätte), aber trotz der Einbeziehung der Persönlichkeit des Verfassers deutlich Gottes Willen wiedergibt. In der Bibelauslegung geht man teilweise wörtlich vor und überträgt Lebensmodelle einiger christlicher Gemeinden des 1. Jahrhunderts unterschiedslos auf heutige Verhältnisse (z. B. sich täglich zu versammeln). Andere Bibelstellen, die nicht in das Denkschema der Gruppe passen (z. B. Kirche als Gemeinde der Sünder oder: "Richtet nicht, dann werdet auch ihr nicht gerichtet."), werden aber allegorisch gedeutet, als zeitbedingt verworfen oder wegdiskutiert. Die Problematik von Röm 14 z. B., dass eine Gemeinde auch Schwache im Glauben liebevoll dulden solle, wird erledigt, indem man erklärt: das galt nur für das Problem der damaligen Judenchristen, die noch an den jüdischen Fest- und Speisevorschriften festhielten, und sei nicht auf heutige Schwache im Glauben übertragbar. Außerdem stehen die Vorschriften des jüdischen Gesetzes im AT und wären deshalb einmal der Wille Gottes gewesen, während heutige Abweichung nie und nimmer der Wille Gottes seien und deshalb auch nicht geduldet werden dürften.

Die Bibel wird wie eine Art Orakel gesehen, das auf jede Frage eine genaue Antwort hat. Nach ihrer Meinung können aber nur Kompetente, d.h. Verantwortliche in der Gruppe die Bibel richtig verstehen und auslegen. Private Erkenntnisse und Einsichten haben demgegenüber keinen Platz. Gegenüber einem Kritiker, der mit der Bibel argumentierte, ist auch schon der Satz gefallen: "... es wäre besser, Bibeln nicht frei zu verkaufen, damit nicht jeder sie verdrehen könne."

Mitunter werden sogar Worte Jesu lächerlich gemacht: Beim Gleichnis vom guten Hirten, der die anderen Schafe verlässt, um nach dem verlorenen Schaf zu suchen, fiel z. B. die Bemerkung, dass doch ein wirklicher Hirte nie so dumm sein können, einen derartigen Unsinn zu tun. (Der Hintergrund dieser Diskussion war: Eine junge Frau wollte zusammen mit ihrer Schwester in den Urlaub fahren, um dieser bei persönlichen Problemen zu helfen. Der Gruppe gegenüber, die auf die Einhaltung der Gemeinschaft und der täglichen Treffen drang, versuchte sie ihren Plan mit dem Gleichnis vom guten Hirten zu begründen. In der Gruppe ist es aber nicht üblich, sich weiter um Leute zu bemühen, die auf den ersten Kontakt nicht "angebissen" haben. Diese hätten ihre Chance vertan. Keinesfalls sollte man die Gruppe mit ihren täglichen Treffs zugunsten eines anderen Menschen vernachlässigen. Deshalb musste das Gleichnis "entkräftet" werden.)

Teilweise werden Bücher der Bibel aber auch abgelehnt bzw. gering geschätzt. So argumentiert die Gruppe, z. B. in Bezug auf das Buch Kohelet ("Der Prediger Salomo"): Salomo, dem das Buch zugeschrieben wird, sei später abgefallen, wodurch das Buch an sich ungültig ist. Und was hätten diese Sprichwörter überhaupt für einen Sinn? Teilweise meinen sie, dass dieses Buch deshalb in die Bibel aufgenommen wurde, um als Warnung vor dem Abfall zu dienen. Ein festes Kriterium für diesen Kanon im Kanon (Einteilung der biblischen Schriften in bedeutsame und unwichtige) wird nicht direkt genannt. Für den Beobachter scheint der Auswahlmaßstab zu sein, inwieweit es zu ihrer Lebensweise bzw. in ihr Gedankenschema passt.

Die Bibel ist die einzige akzeptierte Autorität. Zur Begründung einer bestimmte Handlungsweise werden von ihnen keine Argumente akzeptiert, die nicht der Bibel entstammen. Bei der Frage der Todesstrafe wird z. B. nur mit den entsprechenden Vorschriften des Alten Testamentes argumentiert. Einem Mädchen, das dagegen sprach, wurde vorgehalten: "...dass deine Argumentation einem humanistischen Ideal, nicht aber dem Wort Gottes entstammt. Durch deine Lehre erhebst du dich über Gottes Wort."

Es begegnen uns bei ihnen also sowohl Formen der modernen Bibelexegese (z. B. bei den Schöpfungsberichten) als auch wörtliche Übertragung des Gelesenen auf heutige Zustände ohne Beachtung des Kontextes oder der geschichtlichen Situation.

Eine eigene Literatur ist nicht bekannt. Da die beobachtete Argumentation gegenüber Neuen jedoch ziemlich einheitlich ist, wäre zu vermuten, dass es gemeinsame Schulungen gibt, die mitunter auf recht hohem theologischen Niveau liegen. Dafür müsste es erfahrungsgemäß auch schriftliches Material geben. Bekannt ist, dass die Gruppe mitunter kirchenkritische Bücher fremder Autoren benutzt. Im Laufe der Zeit sind aber auch eigene Erarbeitungen in Manuskriptform zu bestimmten Themen entstanden, die von den Mitgliedern genutzt werden. Anfang des 21. Jahrhunderts wurden dann auch einige Texte auf ihre Homepage gestellt.

SeitenanfangDas Verhältnis zu anderen christlichen Gemeinden

Allen anderen Kirchen und Glaubensgemeinschaften wird das Christsein abgesprochen: "Diese Irrlehre ist die Grundlage aller großen »Kirchen« und auch der kleinen, die groß sein wollen und dabei auf die Wahrheit verzichten." Außer ihnen seien alle Kirchen und Gemeinden vom wahren Glauben abgefallen: "Denn die verschiedenen »christlichen« Gruppen und Konfessionen gehen nur insofern den gleichen Weg, als dass es der Weg weg von Gott ist." Die Gemeinschaft, die Jesus wollte, sei somit nur bei ihnen vorhanden, nur durch sie würde das Wort Gottes in seiner vollen Gestalt verkündet und gelebt. Andere Kirchen erscheinen im Schriftverkehr eigentlich nur mit Anführungsstrichen (die christlichen "Kirchen"), wenn man nicht überhaupt von der "»Evangelischen« Organisation" oder der "röm.-kath. Gräuelorganisation" spricht. Sie werden auf eine Stufe mit anderen "gottlosen Organisationen" einschließlich der NSDAP gestellt. Deshalb meinen sie auch: "...dass schon das Wort »Kirchenaustritt« eine Lüge ist. Keiner von uns ist aus der Kirche ausgetreten. Wir haben nur Organisationen verlassen, die sich anmaßen, Kirche zu sein, obwohl sie die Gebote Jesu mit Füßen treten." Deshalb sei ihre Gemeinschaft "auch keine »Absplitterung«, sondern die »Kirchen« haben sich durch ihre Irrlehren und falsche Gemeindepraxis, durch ihre Identifizierung mit der gottlosen Welt von Gott und seiner Gemeinde abgesplittert."

Die Bibelstelle: "Richtet nicht, damit auch ihr nicht gerichtet werdet." (Mt 7,1) würde normalerweise dieser recht hochmütigen Ablehnung aller anderen christlichen Gemeinschaften widersprechen. Sie erklären aber, dass diese Bibelstelle immer falsch verstanden worden sei. Zum einen hätte sich Jesus damals an die Juden gewandt, die sich erst bekehren müssten, um andere Menschen zu beurteilen. Und zum anderen würden sie (die Holic-Anhänger) in ihrer Gruppe auch andere Menschen nicht "richten", sondern nur "beurteilen". Ein Christ müsse einen anderen aber immer beurteilen, ob dieser auch ein wahrer Christ sei. Unklar bleibt aber nach wie vor, was denn dann das eigentlich verbotene "Richten" sei und wodurch es sich vom "Beurteilen" unterscheide.


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© Gerald Kluge, Beauftragter für Sekten und Weltanschauungsfragen im Bistum Dresden-Meißen
E-Mail: info@sekten-sachsen.de

aktualisiert: 27.12.00

URL der Originalseite: http://www.sekten-sachsen.de/holic-beschreibung-3.htm

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