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Universale Kirche |
Der St.-Benno-Verlag hat auf seinen Seiten eine Kurzdarstellung der Sekte, die in etwa identisch mit der auf diesen Seiten ist.
Die Sekte - in Gestalt des Pressesprechers, Herrn O. (der inzwischen die Sekte verlassen hat) - versuchte dagegen vorzugehen. Herr O. schreibt in einem Brief vom 20.8.1998:
"Mit diesem Text veröffentlichen Sie in diffamierendster Weise, dass
das Oberhaupt der Universalen Kirche, (sic) angeblich im Jahre 1993 aufgrund
einer Krise von seiner Ehefrau und einigen führenden Vertretern verlassen
worden sei. Weiterhin schreiben Sie "ihrem Mann warf Sie (sic) Alkoholprobleme
und Seitensprünge vor".
Ich weise hiermit ausdrücklich darauf hin, dass diese Angaben nicht
der Wahrheit entsprechen und Sie hiermit aufgefordert werden, diese beiden
Sätze vollumfänglich zu tilgen.
Außerdem weise ich darauf hin, dass es sich bei der "Großen
Weißen Bruderschaft" nicht um einen "Club jenseitiger Personen, die
sich zur Vervollkommnung der Erdenmenschen zusammengeschlossen haben" handelt.
Weiterhin wäre Ihnen bei einer guten Recherche aufgefallen, dass es
sich bei Dhwal Khul und El Morya nicht um "Fantasiegestalten" handelt, sondern
um leibhaftige Mitglieder der tibetischen Mönchshierarchie, die im 19.
Jahrhundert gelebt haben und auch Gäste der britischen Regierung waren.
Auch diesbezüglich beantrage ich entsprechende Änderung.
Weiterhin fordere ich Sie auf, den Satz "Darin finden sich mehrere antisemitische
Aussagen, die bereits die Gerichte beschäftigen" vollumfänglich
zu löschen, da es bisher durch kein deutsches Gericht per Urteil
bestätigt wurde, dass die Universale Kirche antisemitische Aussagen
verbreitet. Außerdem befinden sich selbstverständlich in den
Gemeindebriefen keine antisemitischen Texte."
Dieses Ansinnen wurde vom St.-Benno-Verlag zurückgewiesen und u. a. ausgeführt:
Herr O. schreibt daraufhin am 18.9.1998: "In Ihrem vorgenannten
Schreiben verweisen Sie nunmehr insbesondere auf die Absätze 6 und 7
des Schreibens. Tatsache ist, dass genau das Gegenteil Ihrer Behauptungen
aus den Absätzen des Briefes hervorgehen (sic). Der Gründer und
Leiter der Universalen Kirche, Herr Peter Leach-Lewis, weist ausdrücklich
darauf hin, dass es sich um Gerüchte handelt, die absolut nicht wahr
sind."
Vermutlich merkt Herr O. selber nicht, dass er damit genau die Aussage im Text (nämlich, dass es diese Vorwürfe gibt) selber noch einmal bestätigt. Dass der Sektenführer diese Vorwürfe natürlich als Lüge und Gerücht darstellt, versteht sich wohl von selbst.
Im Brief vom 20.8.1998 droht Herr O.: "... weise ich Sie hiermit darauf hin, dass bei einer weiteren Verfügbarkeit Ihrer Internet-Seite über die Universale Kirche, diese nach dem 31.8.1998 mit rechtsanwaltlicher Hilfe gerichtlich gegen Sie vorgehen wird."
Und im Schreiben vom 18.9.1998 heißt es: "hierdurch teile ich Ihnen mit, dass ich durch die Kirchenleitung der Universalen Kirche in Washington D.C. beauftragt bin, über unsere Rechtsanwälte gegen Sie eine einstweilige Verfügung zu erwirken."
Es ist die übliche Taktik der Sekten. Manchmal verfangen ja solche Drohungen und ein Verlag zieht lieber die Kritik an der Sekte zurück, als sich den Ärger eines Prozesses einzuhandeln. Oft wollen Sekten mit diesen Drohungen nur einschüchtern, während sie genau wissen, dass sie mit ihren Forderungen nie durchkämen.
Der St.-Benno-Verlag hat sich nicht einschüchtern lassen. Und die Sekte hat die im Sommer 1998 angedrohte Klage bis heute nicht eingereicht. Sie ist sich wohl der Erfolglosigkeit eines solchen Versuchs selbst bewusst.
Anmerkung: Der in den Berichten erwähnte Herr Peter G. hat 2002 seinen
Posten als Vorstandsvorsitzender aufgegeben und sich aus der Sparkasse
zurückgezogen, um sich stärker in seine "Kirche" einzubringen.
(Bericht in der Sächsischen Zeitung, Lokalteil Bautzen,
18.3.2002).
© Gerald Kluge,
Beauftragter für Sekten und Weltanschauungsfragen im Bistum
Dresden-Meißen
E-Mail:
info@sekten-sachsen.de
aktualisiert: 2.10.03
URL der Originalseite: http://www.sekten-sachsen.de/drohung-uk-1.htm