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Die Gruppe gibt vor, Orientierung, Sinn und Geborgenheit zu bieten.
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Schon der erste Kontakt eröffnet eine völlig neue Weltsicht;
das Weltbild der Gruppe ist verblüffend einfach und scheint jedes Problem
zu klären.
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Die Gruppe hat einen Meister - Führer - Vater - Guru - Messias
- Prophet - Vordenker, der allein im Besitz der ganzen Wahrheit ist, oft
wie ein Gott verehrt wird, absoluten und bedenkenlosen Gehorsam verlangt
und eine sehr autoritäre Führung praktiziert.
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Alle außer der Gruppe haben versagt (einschl. Kirche,
Gesellschaft, Staat, Schule, Wissenschaft); die Welt treibt auf eine Katastrophe
zu, nur die Gruppe weiß, wie man sie bzw. sich noch retten kann.
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Die Welt außerhalb der Gruppe wird in dunklen Farben
gemalt: als Reich des Satans bzw. als dringend zu befreiendes Geschehen.
Von dieser Welt (einschl. frühere Freunde und Verwandte) kapselt man
sich weitgehend ab. Als besondere Feinde werden Kirchen und Psychologen,
mitunter Eltern gesehen.
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Die Gruppe sieht sich als Elite, die wahre" Familie; die
übrige Welt wird als draußen" bezeichnet. Der einzelne
Anhänger hat ein starkes Überlegenheits- und
Auserwählungsgefühl.
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Kritik und Ablehnung durch Außenstehende" ist gerade der
Beweis, dass die Gruppe recht hat. Der einzelne wird angehalten, sich nicht
zu sehr bzw. überhaupt nicht mit Kritik oder Kritikern zu
beschäftigen.
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Es ist ein privater Heilsweg; es geht darum, wie ich mich entwickle,
die wahre Freiheit erlange... Obwohl sich einige Gruppen Kirche" nennen,
gibt es bei ihnen so gut wie keine sozialen Aktivitäten. Der Dienst
für die Mitmenschen bestehe in ihrer Missionierung.
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Wissenschaft und rationales Denken werden als negativ / satanisch
/ unerleuchtet abgelehnt.
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Die Gruppe kontrolliert sich untereinander.
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Die Ziele der Gruppe stehen bei geschulten Mitgliedern an erster
Stelle, vor den eigenen Verpflichtungen und Interessen, vor Familie,
Schule, Beruf und der eigenen Gesundheit.
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Sattelfeste Sektenwerber äußern sich oft vorsichtig, ungenau,
irreführend oder unehrlich über die Glaubensinhalte, Ziele,
Ansprüche und Aktivitäten, bis der Angeworbene am Haken"
ist. Sie strahlen allerdings eine große Überzeugung und
Sicherheit aus und beeindrucken mitunter durch ihr Engagement und ihren betont
einfachen Lebensstil.
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Zweifelt man, stellt sich der versprochene Erfolg nicht ein oder wird man
nicht geheilt", so ist man selber schuld, weil man sich nicht
genug einsetzt bzw. weil man nicht genug glaubt / betet / meditiert.
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Viele Sekten haben einen starken Finanz- und Wirtschaftssektor mit
entsprechendem Besitz an Fabriken, Diskotheken, Handelsketten. Die einfachen
Mitglieder sind vielfach damit beschäftigt, Geld zu besorgen (durch
Straßenverkäufe, hohe Spenden bzw. Gebühren für Kurse
oder als billige Arbeitskraft in sekteneigenen Unternehmungen). Von den meisten
Sektengründern ist dagegen bekannt, dass sie einen sehr exklusiven
Lebensstil pflegen.
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Aktive Sektenmitglieder können schnell Anzeichen von Stress, Angst,
Schuldgefühlen und Gesprächsunfähigkeit aufweisen.
Eine weitere Checkliste finden Sie beim Bayerischen
Landesjugendamt
©
Gerald Kluge, Beauftragter
für Sekten und Weltanschauungsfragen im Bistum
Dresden-Meißen
E-Mail:
info@sekten-sachsen.de
aktualisiert: 27.5.99
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URL der Originalseite:
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